Tuesday, February 26, 2013

'Six-Strikes' Copyright Alarm System



           Der Anfang vom Ende?

Das "Six-Strikes" Warnsystem, dessen Ziel es ist, illegale Downloads in den USA zu vermeiden, trat gestern in Kraft. Die Amerikanischen Netzbetreiber AT&T, Cablevision, Verizon, Time Warner Cable und Comcast sind alle mit dem sogenannten Urheberrecht Alarm System an Bord gegangen. 

Von nun an sollen Copyright-Piraten eine Reihe von Warnungen erhalten. Im weiteren Verlauf werden letztlich "Abhilfemaßnahmen" gegen sie ergriffen.

Der Schwerpunkt liegt angeblich auf Bildung, und trotz einiger Bedenken scheinen ISPs den Verkehr ihrer Kunden nicht zu überwachen. Stattdessen wendet sich das "Center for Copyright Information" (CCI) an die Eigentümer von Inhalten, Peer-to-Peer-Netzwerke zu überwachen und den entsprechenden ISP zu benachrichtigen, wenn ihre Kunden bezüglich des Handels mit urheberrechtlich Dateien verdächtigt werden. Nach dieser Information liegt es an den Dienstleistern, um in Kontakt mit ihren Kunden zu treten. 

Die spezifischen Benachrichtigungen der ISPs werden von der ersten bis zur letzten variieren. Die Warnungen sind in drei Ebenen mit jeweils zwei Benachrichtigungen pro Ebene unterteilt. Die ersten Beiden dienen als Warnung und Information für den Nutzer bezüglich seines Vergehens und gleichzeitigem Aufzeigen von legitimen Quellen von Inhalten. Die zweiten zwei Nachrichten sind eine "Anerkennungs-Alarmierung", einhergehend mit einer Empfangsbestätigung. Ohne die Anerkennung und Bestätigung dieser, kann der Verdächtigte seinen Internetzungang nicht nutzen. Die letzten beiden Benachrichtungen sind Warnungen über mögliche rechtliche Schritte der Eigentümern von Inhalten und können eine vorübergehende Drosselung der Bandbreite und die Blockierung bestimmter Webseiten umfassen.

Zumindest auf dem Papier sind die Maßnahmen nicht so streng wie frühere Versuche, um  Piraterie zu begegnen.  Aber sie resultieren dennoch in ungeprüften Anschuldigungen seitens privater Einrichtungen, ohne das dies jemals ein Richter gesehen hat. Es gibt kaum eine Möglichkeit dies zu stoppen. Falls Content-Eigentümer Sie mit wenig oder unzulässigen Beweisen beschuldigen, ISPs Ihnen Warnungen schicken und sie sich zu Unrecht beschuldigt fühlen, können Sie Wiederspruch einlegen. Allerdings kostet eine unabhängige Überprüfung durch die "American Arbitration Association" USD $ 35.00.

Es ist erwähnenswert, dass diese Urheberrechtswarnungen nur auf eine Untergruppe von Nutzern zielt. Es sind die Nutzer von BitTorrents. "TorrentFreak" zufolge wird es nicht die Millionen von Nutzer der Datei-Hosting-Services, Usenet und Streaming-Websites betreffen. Die Webseite berichtet, dass auch diejenigen, die die BitTorrent weiter verwenden, sich vor den Warnungen schützen können, indem Sie sich für einen der vielen Anonymisierungsdienste wie Proxies und VPNs entscheiden. 

Es geht ausschliesslich um die Nutzer, die Inhalte hochladen, nicht runter! Das könnte Auswirkungen auf die "Netikette" von peer-to-peer-Nutzern haben. So gehört es in dieser Gemeinschaft dazu, auch Inhalte zum Hochladen (seed) frei zugeben. Sollten nun die Nutzer dieser Netzwerke nur noch runterladen (leech) verringert sich damit automatisch das Angebot und die CCI könnte damit einen indirekten Erfolg verbuchen.

"The Copyright Alert System is designed to help consumers understand!"

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